In nur 12 Wochen zur Marktreife?

Wer wie die Provinzial Rheinland ein riesiges Handwerkernetzwerk parat hat und den Bedarf am Markt kennt, kommt auf gute Ideen. Nach einem Concierge-Experiment war die Idee validiert und sollte nun schnell und digital auf die Straße kommen.

Patric Fedlmeier, Vorsitzender des Vorstands – Provinzial Rheinland

„Mit „MeinZuhause und ich“ wurde ein Leuchtturmprojekt für erfolgreich agiles Arbeiten im Cloud-Native-Kontext umgesetzt. codecentric und UX&I konnten durch die zielorientierte Arbeitsweise aufzeigen, dass im Rahmen des Fastlane-Programms eine deutliche Beschleunigung im Entwicklungszyklus bei gleichzeitig hohem Qualitätsniveau umgesetzt werden kann.“

Patric Fedlmeier, Vorsitzender des Vorstands – Provinzial Rheinland

Wer gute Ideen hat, braucht moderne Methoden, um diese schnellstmöglich zu überprüfen.

Idee

Einfach mehr Service: Versicherungskunden sollten auch abseits von Schadenfällen auf Handwerker aus dem Provinzial Rheinland Netzwerk zugreifen können. Denn gute Handwerker sind schwer zu bekommen. Nach einem erfolgreichen Concierge-Experiment sollte die Idee digital, erweiterbar und vor allem schnell umgesetzt werden.

Vorgehen

Angepasst an das Versicherungsunternehmen Provinzial Rheinland wendeten wir das mit codecentric entwickelte Framework Fastlane an. Fastlane besteht aus drei Phasen: Design-Sprint, Implementierungsphase, Validierungsphase

Das erste Etappenziel

Die Idee kann fliegen: Die Plattform für Handwerkervermittlung ist live, beglückt Kunden und wird kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert. 2020 wurde sie beim German Brand Award zur „Brand Experience of the Year“ ausgezeichnet.

Die drei Phasen von Fastlane im Detail:

Phase 1:
Design-Sprint
(1 Woche)

Um eine solide Grundlage zu erarbeiten – wichtige Prämisse für das Fastlane-Modell – starteten wir mit einem Design-Sprint. Gemeinsam mit Stakeholdern der Provinzial Rheinland, Entwicklern von codecentric sowie unseren UX/UI-Experten, machten wir uns daran, das Problem besser zu verstehen und eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten und zu hinterfragen.

Im Fokus des Sprints standen folgende Fragen: Welchen Mehrwert können wir für Handwerker und Kunden erzeugen? In welchen Belangen können wir ähnliche Plattformen überholen? Wie entwickeln wir agil und zügig – ohne lähmende Konzernabhängigkeiten?

Mit dem Ergebnis – einem vertesteten Prototypen, einem priorisierten Anforderungskatalog und vereinbarten Zielen für die erste Produktiteration – konnten wir prima in die darauffolgenden Entwicklungsphasen starten. Unsere digitale Vermittlungsplattform nahm nun erstmals richtig Form an.

Phase 2:
Implementierung
(9 Wochen)

Nachdem wir den Funktionsumfang definiert hatten, starteten wir in der ersten Woche der Implementierungsphase mit den wesentlichen Vorbereitungen für die Entwicklung.

Neben dem technischen Setup in der AWS-Cloud setzten wir eine Pattern Library auf, entwickelten eine Informationsarchitektur und konzipierten die ersten User Interfaces als Wireframes. Außerdem definierten wir das Backlog – priorisiert und abgestimmt auf die kurze Entwicklungsdauer.

Die anschließenden Wochen waren von der reinen Umsetzung geprägt, allerdings nicht im „stillen Kämmerlein“, sondern eng synchronisiert mit dem Kunden durch den von uns gestellten Product Owner. Damit auch während der Implementierung alle Aktivitäten an Nutzerbedürfnissen ausgerichtet blieben, setzen wir gezielt flankierende Nutzerinterviews und Umfragen ein und brachten die Ergebnisse mit dem Branchen-know-how der Provinzial Rheinland in Einklang.

Phase 3:
Validierung
(3 Wochen)

In der letzten Fastlane-Phase wurde das weitere Vorgehen mithilfe von potenziellen Endnutzern validiert. Hierfür haben wir uns folgende Fragen gestellt: Geht es weiter oder müssen wir einen Schritt zurück und pivotieren? Wurden die Ziele erreicht und die Fragen beantwortet, die zu Beginn offen waren?

Um möglichst ehrliches Feedback zu erhalten, testeten wir das Produkt in dem dafür vorgesehenen Kontext: Wir untersuchten eine größeren Gruppe von Handwerkern und Kunden und führten mit ihnen eine zweiwöchige Tagebuchstudie mit anschließenden qualitativen Interviews durch.

Nicht alle von uns angenommenen Alleinstellungsmerkmale stellten sich tatsächlich als solche dar. Nichtsdestotrotz war das Ergebnis für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend. Kritische Usability-Hürden standen dem Go-Live nicht im Wege.

Jessica Ignalski, UX-Beraterin bei UX&I

„Die gemeinsame Ausarbeitung der Projektziele mit dem Kunden hat uns geholfen, einen klaren Fokus zu setzen und weniger relevante Anforderungen zurückzustellen.“

Jessica Ignalski, UX-Beraterin bei UX&I

Danach ist davor: Eine Fastlane kommt selten allein

Wir konnten die Handwerkervermittlungsplattform nach der juristischen Freigabe launchen. Danach setzte der datengetriebene Produktentwicklungszyklus ein: Messen, lernen, optimieren…

Aktuell befinden wir uns in der Vorbereitung für weitere ergänzende Produkte. Was uns am meisten freut: Provinzial Rheinland, codecentric und UX&I sind zu einem eingespieltem Team geworden. Einem neuen Produktentwicklungszyklus steht nichts mehr im Wege.

Patrick Oselka, Geschäftsführer

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Patrick Oselka, Geschäftsführer

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